Tierschutz auf Lanzarote
9. Januar 2012Aktive Hilfe für unsere tierischen Freunde
Lanzarote, eine der wunderschönen Kanarischen Inseln, ist für Urlauber ein kleines Paradies.
Hier bleibt kein Touristenwunsch unerfüllt, hier kann man in der Sonne liegen, Wassersport betreiben, sich kulinarisch verwöhnen lassen und noch vieles mehr.
Aber es gibt auch eine sehr deprimierende Schattenseite auf Lanzarote. Lassen Sie uns einmal genauer hinschauen.
Es geht dabei vor allem um Hunde.
Der Hund ist einer der treuesten Begleiter von uns Menschen.
Er geht für uns, für seine Herrchen und Frauchen, durch dick und dünn. Er beschützt uns, gibt uns Zuwendung und ist ein wirklicher Freund.

Auf Lanzarote sieht man das leider oft anders.
Hier gibt es, wie übrigens in ganz Spanien, sog. Hundeauffangstationen. Es soll dem spanischen Gesetz, dass kein Hund frei herumlaufen darf, Genüge tun.
Im Grunde wäre ja erstmal nichts dagegen einzuwenden, wenn streunende Hunde gesammelt würden, um sie dann ihren Besitzern wieder zuzuführen oder vielleicht sogar ein neues Heim für sie zu suchen.
Aber hier wird es ganz anders gehandhabt. Es gibt Hundefänger, die – wie in einem schlechten Kinderfilm – durch die Straßen fahren und jeden freilaufenden Hund, ob mit oder ohne Halsband, einfangen.
Selbst wenn Sie einmal kurz nicht aufpassen und Ihr Hund läuft auf das Nachbargrundstück – vielleicht um seinen Hundefreund zu besuchen – schon kann es passieren, dass Sie Ihren Hund nicht wiedersehen.
Diese eingefangenen Tiere werden dann längstens 21 Tage aufbewahrt.
Und da kommt dann das nächste Elend.
Sie werden oft zusammengepfercht in dunklen, alten Ställen, in kleinen Räumen – oft nur mit Betonboden und nicht zu selten ganz ohne Wasser- geschweige denn Futternäpfe.
Diese Auffangstationen – welch schöne Bezeichnung für eine Hölle – werden entweder gar nicht oder aber täglich mit viel zu scharfen Desinfektionsmittel gereinigt.
Es wird natürlich auch nicht darauf geachtet, ob die Tiere sich verstehen. Das ist den Betreibern völlig egal.
Die Hunde erleben hier wirklich die Hölle.
Oft sehen sie zu, wie Leidensgenossen nach Ablauf ihrer 21-Tage-Frist mit Drahtschlingen aus den Boxen gezogen werden und das nur, um zu sterben.
Aber auch das Sterben ist nicht einfach ein humanitäres Einschäfern, sondern eine weitere, letzte Qual.
Die humanste Variante ist die Giftspritze, oft nicht richtig dosiert. Die Tiere sterben einen qualvollen Tod.
Für wenige Tiere gibt es eine Erlösung. Nämlich dann, wenn ihr Besitzer sie innerhalb der 21 Tage abholt – unter Vorlage eines gültigen Impfpasses und nach Zahlung einer Strafe. Aber das geschieht nur sehr selten.
Nachdem es immer mehr Tierschützer gibt, werden die Hunde zwar oft durch einen Amtstierarzt getötet, aber die Behandlung ist dadurch nicht wirklich humaner geworden.
Und selbst wenn ein Tier wieder aus dieser Hölle entkommen kann – die psychischen und physischen Schäden sind oft sehr schwer und nur mit viel Liebe wieder zu lindern.
Zum Glück gibt es auf Lanzarote mittlerweile einige aktive Tierschützer.
Dazu zählt unter anderem Wau-Wau-Lanzarote.
Es ist ein noch kleiner, gemeinnütziger und privater Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Tötungsstationen auf der Insel zu bekämpfen – solange, bis es keine mehr gibt und die Tierschutzgesetze wirklich Bedeutung bekommen.
Wau-Wau-Lanzarote ist auf Spenden angewiesen.
Die Gruppe erhält keinerlei öffentliche Mittel.
Zum einen ist das sehr schade, aber zum anderen macht es diese Gruppe auch unabhängig. Sie können wirklich mit Herz und Verstand arbeiten und unterliegen keinerlei Gefahren der Korruption oder der falschen Kompromisse.
Der Verein ist rund um die Uhr für die Tiere da – nicht nur für Hunde. Auch Katzen, Schafe, Ziegen und Hasen gehören zu ihrem Klientel.
Viele ehrenamtliche Helfer – Ärzte, Flugpaten, Pflegepaten und was sonst alles noch nötig ist – arbeiten im Verein mit.
Zu den Aufgaben des Vereins gehört: befreien, retten, sterilisieren, verarzten, pflegen, impfen, chipen, das Suchen nach einem neuen Zuhause, Begleitung der Tiere auf dem Flug z.B. nach Deutschland, Rettung der Hunde aus den Tötungsstationen und noch so viel mehr.
Die Helfer in diesem Verein sind wirklich rund um die Uhr zu erreichen und stehen auf der Matte – wie man so schön sagt – wenn Not am Mann ist.
Wie schon erwähnt, der Verein ist auf Spenden angewiesen, aber auch auf ehrenamtliche Mitarbeit oder vielleicht wollen Sie einem (oder mehreren) dieser Tiere ein neues, liebevolles Zuhause bieten.
Für jede Art der Mithilfe diesem Treiben ein Ende zu machen werden Ihnen die Tiere und der Verein dankbar sein.
Wenn Sie mehr erfahren wollen über den aktiven Tierschutz auf Lanzarote, dann lesen Sie doch einfach hier weiter:
- Flugpaten gesucht
- www.wauwau-lanzarote.net
Und wenn Sie sich vor Ort erkundigen wollen – hier gibt es viele sehr gute Hotels oder Ferienhäuser auf Lanzarote.




















